Königshütte (Chorzów)

Geschichte

Sehenswürdigkeiten

Graf Reden-Denkmal


Das Reden-Denkmal zeigt den preußischen Berghauptmann und Minister Friedrich Wilhelm von Reden. Das ursprüngliche Monument, geschaffen von Theodor Kalide, bestand aus einer Bronzestatue auf einem Sockel. Bei seiner Enthüllung am 29. August 1853 sollte es an die industrielle Entwicklung erinnern, die maßgeblich zum Aufschwung Oberschlesiens beitrug. Zunächst stand das Denkmal auf dem Redenberg in Königshütte. Im Jahr 1939 wurde es zerstört, 1940 nach einer Restaurierung erneut auf dem Berg aufgestellt und 1945 wiederum beschädigt. Nach einer Rekonstruktion durch den polnischen Bildhauer August Dyrda wurde es schließlich 2002 auf dem Plac Hutników in Königshütte (Chorzów) feierlich neu enthüllt. Dies ist deshalb hervorzuheben, da es sich bei Reden um einen preußisch-deutschen Minister handelt.



Alte Post


Das Postgebäude in Königshütte wurde im neugotischen Stil zwischen 1891 und 1892 nach einem Entwurf des Architekten Johann Schubert für das Kaiserlich Deutsche Postamt aus Backstein errichtet. Das zweigeschossige Gebäude mit unregelmäßigem Grundriss besitzt ein mehrteiliges, mit Ziegeln gedecktes Dach mit Gauben sowie einen achteckigen Turm mit durchbrochener Spitze, unter dessen Kuppel sich früher eine moderne oberirdische Telekommunikationsanlage mit Isolatoren befand. Die Fassade aus Klinker mit grünen Zierelementen zeigt unterschiedlich gestaltete, mit roten und grünen Ziegeln verzierte Fenster. Der Haupteingang liegt an einer abgeschrägten Ecke in einem hervorgehobenen Gebäudeteil mit Treppengiebel und Maßwerk.


(C) Wikipedia, CC BY-SA 3.0.


St. Joseph


Die katholische Pfarrkirche St. Joseph wurde als neuromanische Pfeilerbasilika in den Jahren 1904 bis 1907 nach Entwürfen von Josef Schmitz errichtet. Den neoromanischen Hauptaltar schuf der Münchener Bildhauer Georg Schreiner, während der Triumphbalken sowie die Majolika-Medaillons von dem ebenfalls in München tätigen Bildhauer Franz Hofstaedter stammen. Das zugehörige Pfarrhaus entstand 1912 nach Plänen von Max Giemsa im Stil der märkischen Gotik.


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Prezydent-Schacht (poln: Szyb Prezydent)


Der 42 Meter hohe ehemalige Förderturm eines Steinkohlenbergwerks in Königshütte wurde 1933 für einen Teil der historischen Königsgrube errichtet. Die Stahlbetonkonstruktion in einstrebiger Bauweise wurde vom Ingenieur Ryszard Heileman aus Kattowitz entworfen und von der polnisch-französischen Gesellschaft Skarboferm finanziert. Sie verfügt über zwei Seilscheiben mit jeweils 5,5 Metern Durchmesser und war für eine Förderleistung von über 320 Tonnen Kohle pro Stunde ausgelegt. Ursprünglich trug der Schacht den Namen “Wielki Jacek”, erhielt jedoch 1937 zu Ehren des polnischen Präsidenten Ignacy Mościcki den Namen “Prezydent”. Nach der Eingliederung in das Bergwerk Polska im Jahr 1972 und dem Ende des Bergbaus in den 1990er Jahren wurden Teile der Anlage abgerissen, während der Förderturm erhalten blieb. Seit 2008 steht er unter Denkmalschutz und ist heute Teil des revitalisierten Sztygarka-Komplexes mit Gastronomie-, Beherbergungs- und Veranstaltungsangeboten.




Museum

"Skansen": Das Oberschlesische Freilichtmuseum


Die Idee eines "Skansen" in Königshütte geht auf die Zwischenkriegszeit zurück, der "ethnographische Park" wurde aber erst in den 1960/70er Jahren tatsächlich auf einer 25 ha großen Bergbauhalde umgesetzt. In dieser Zeit wurden zahlreiche Baudenkmäler hierhin versetzt, konserviert und zusammengesetzt.


Anreise